wichtigste Neuerungen des EEG im Überblick

02.04.2012

  1. Das Gesetz tritt zum 1.4.2012 in Kraft.
  2. Für Dachanlagen gibt es nur noch drei Vergütungsklassen
  3. Die für Juli 2012 erwartete Absenkung der Einspeisevergütung um 15% wird vorgezogen und um eine Sonderdegression ergänzt.
  4. Die Vergütungssätze werden ab dem 1.5.2012 monatlich um 1% gegenüber dem jeweiligen Vormonat abgesenkt. Die jährliche Gesamtdegression wird auf max. 29% erhöht (derzeit 24%). 
  5. Pro Jahr wird nur ein Teil der gesamten erzeugten Strommenge bei kleinen und mittleren Anlagen vergütet (bis 10kW: 80%, von 10kW bis 1MW: 90%)
  6. Solaranlagen im Außenbereich erhalten grundsätzlich nur dann noch die Dachflächenvergütung, wenn die Anlage auf Wohn- oder Stallgebäuden oder im Zusammenhang mit einem landwirtschaftlichen Gehöft errichtet wird.
  7. Der Begriff der Inbetriebnahme wird enger gefasst : Installation inklusive Wechselrichter.
  8. PV-Anlagen erhalten noch bis zum 1.1.2013 Zeit, technische Einrichtungen für die Abregelung ihrer Leistung einzubauen.

Weiteres

  • Zielkorridor: Der Zielkorridor für den Zubau an Solaranlagen beträgt für die Jahre 2012 und 2013 jeweils 2.500 bis 3.500 MW. Danach verringert sich der Zielkorridor jährlich um 400 MW und wird im Jahr 2017 900 bis 1.900 MW betragen.
  • Übergangsfristen:
    • für Dachanlagen, die nachweislich eine Anfrage auf Netzanschlussbegehr (gemäß § 5 EEG) vor dem 24. Februar 2012 vom Anlagenbetreiber abgeschickt wurde, erhalten Bestandsschutz auch bei Inbetriebnahme bis 30.6. (nach neuer technischer Inbetriebnahme).
    • für alle Freiflächenanlagen, die einem formellen Verfahren (Bebauungsplan/Planfeststellungsverfahren) unterliegen, wird eine Übergangsfrist eingeführt:
      • Bei Aufstellungs- oder Änderungsbeschluss vor dem 1. März 2012 darf zu derzeit gültigen Vergütungskonditionen nach Maßgabe der technischen Inbetriebnahme bis zum 30. Juni 2012 installiert werden.
      • Anlagen auf Konversionsflächen erhalten mit den gleichen Vorgaben eine verlängerte Übergangsfrist bis zum 30. September 2012. Die Anlagen dürfen zwischen dem 1. Juli und dem 30. September mit einem Vergütungssatz von 15,95 ct/kWh in Betrieb genommen werden (15% Degressionsschritt zum 1.7.2012) (Quelle: DGS Newsletter v. 30.03.2012)

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02.04.2012
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